Was Storytelling im Kurs kostet und wovon der Preis abhängt
Warum der Baustein Storytelling nicht pauschal zu beziffern ist: Gruppengröße, Feedbackumfang und Übungszeit bestimmen den Preis. Ein ehrlicher Blick auf die Faktoren, bevor Sie sich entscheiden.
Markus Eichholz · · 4 Minuten Lesezeit
Warum es keine einzelne Zahl gibt
Wer wissen möchte, was Storytelling im Kurs kostet, erwartet meist eine knappe Antwort. Ich gebe sie ungern in einem Satz, weil der Baustein je nach Zuschnitt sehr unterschiedlich aussieht. Eine Teilnehmerin, die nur eine einzige Geschichte für ihr Vorstellungsgespräch sucht, braucht etwas anderes als ein Teilnehmer, der regelmäßig vor Kunden spricht und Beispiele für verschiedene Anlässe sammeln will.
Der Preis ergibt sich deshalb aus dem, was Sie tatsächlich nutzen: wie viel Zeit Sie im Live-Format bekommen, wie intensiv Ihre Übungen besprochen werden und ob Sie zusätzlich eine persönliche Rückmeldung wünschen. Die konkreten Beträge finden Sie auf der Seite Preise. Hier geht es darum, die Faktoren dahinter zu verstehen, damit Sie die Angebote vernünftig vergleichen können.
Gruppengröße und Redezeit
Der erste und vielleicht wichtigste Faktor ist die Zahl der Menschen im Raum. Storytelling lebt davon, dass Sie eine Geschichte laut erzählen und danach hören, wie sie ankam. In einer kleinen Gruppe kommt jede Person mehrfach zu Wort, und die Rückmeldungen können ins Detail gehen. In einer größeren Runde bleibt für den Einzelnen weniger Redezeit.
Das wirkt sich auf den Preis aus, aber auch auf den Ertrag. Zehn Minuten eigene Erzählzeit mit aufmerksamer Rückmeldung sind mehr wert als eine Stunde, in der Sie vor allem zuhören. Fragen Sie bei jedem Angebot, wie viele Minuten Sie selbst sprechen werden, und rechnen Sie nicht nur mit der Dauer der Sitzung.
- Wie viele Personen sitzen in einer Sitzung?
- Wie viele Minuten erzählen Sie selbst?
- Wie oft wird dieselbe Geschichte überarbeitet?
Persönliches Feedback als Kostentreiber
Der zweite Faktor ist der Umfang der Rückmeldung. Eine Geschichte lässt sich nicht in einem Durchgang verbessern. Meist braucht es eine erste Fassung, ein genaues Zuhören, Hinweise zu Aufbau und Tempo und dann eine zweite Fassung. Jede dieser Schleifen bindet Zeit der Dozentin, in diesem Baustein von Sabine Lührs, und diese Zeit ist der eigentliche Wert des Angebots.
Wer sich auf gemeinsames Feedback in der Gruppe beschränkt, zahlt weniger als jemand, der zusätzlich eine individuelle Durchsicht seiner Geschichten wünscht. Beides hat seinen Platz. Für viele Teilnehmende genügt die Gruppe, weil sie dort auch von den Beispielen der anderen lernen. Individuelle Durchsicht lohnt sich vor allem, wenn ein konkreter Anlass bevorsteht.
Vorbereitung auf Ihrer Seite
Ein Faktor, der selten in Preislisten auftaucht, ist Ihr eigener Aufwand. Geschichten entstehen aus Erlebtem, und das müssen Sie vor der Sitzung sammeln. Wer mit drei, vier Erinnerungen aus dem Berufsalltag kommt, nutzt die gemeinsame Zeit besser als jemand, der erst im Kurs zu überlegen beginnt. Das spart Ihnen am Ende Wiederholungen und damit Geld.
Notieren Sie vorab Situationen, in denen etwas schiefging, gelang oder Sie überrascht hat. Es müssen keine großen Ereignisse sein. Ein misslungenes Kundengespräch oder ein kleiner Erfolg im Team trägt oft weiter als eine glatte Erfolgsgeschichte. Je konkreter Ihr Material, desto weniger Sitzungen brauchen Sie, um daraus etwas Tragfähiges zu formen.
- Drei bis vier eigene Erlebnisse notieren
- Je ein Satz zu Ausgang und Lehre
- Einen konkreten Anlass im Kopf haben
Einzelner Baustein oder ganzer Lehrplan
Storytelling ist einer von sieben Bausteinen im Lehrplan. Sie können ihn einzeln belegen oder im Zusammenhang mit anderen, etwa dem Aufbau einer Rede. Das verändert die Rechnung: Wer beides kombiniert, nutzt die Geschichte direkt als Kern einer Rede und übt sie dort weiter, statt sie isoliert zu erzählen.
Ob ein einzelner Baustein genügt, hängt von Ihrem Ziel ab. Wenn Sie vor allem Beispiele für Gespräche und Präsentationen suchen, reicht er oft aus. Wenn Sie größere Auftritte planen, lohnt sich die Verbindung mit Stimme oder Körpersprache. Ich rate davon ab, mehr zu buchen, als Sie in den nächsten Wochen wirklich üben können.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Prüfen Sie bei jedem Angebot, ob klar benannt ist, was enthalten ist: Zahl der Sitzungen, Gruppengröße, Art der Rückmeldung und mögliche Zusatzleistungen. Seien Sie vorsichtig bei Versprechen über Wirkung. Ob eine Geschichte im Gedächtnis bleibt, hängt von Ihrem Material und Ihrer Übung ab, nicht von einem Paket.
Stellen Sie Ihre Fragen vor der Anmeldung über die Kontaktseite. Wir erklären Ihnen gern, welcher Zuschnitt zu Ihrem Anlass passt, und raten Ihnen auch zu weniger, wenn das genügt. Die Bestellung läuft über eine Anfrage, eine schriftliche Bestätigung und eine Rechnung per Überweisung.
- Enthaltene Leistungen schriftlich benannt
- Gruppengröße und Redezeit genannt
- Keine Zusagen über Ergebnisse
Was Storytelling kostet, hängt weniger von der Überschrift als vom Zuschnitt ab: Gruppengröße, Feedbackumfang, Ihre Vorbereitung und die Verbindung mit anderen Bausteinen. Wer diese Punkte kennt, vergleicht klarer und zahlt nur für das, was er wirklich nutzt. Die konkreten Beträge stehen auf der Seite Preise, und offene Fragen beantworten wir Ihnen gern im persönlichen Gespräch.
Markus Eichholz
Dozent für Auftreten und EtiketteBegleitet seit vielen Jahren Fach- und Führungskräfte bei Vorstellungsgesprächen und Präsentationen.