Was der Kurs zu Erstem Eindruck und Etikette kostet und warum
Welche Faktoren den Preis der Module zu Begrüßung, Gesprächseinstieg und Umgangsformen bestimmen, und woran Sie erkennen, ob sich der Aufwand für Ihre Situation lohnt.
Markus Eichholz · · 5 Minuten Lesezeit
Warum es keinen einzigen Preis gibt
Wer wissen möchte, was ein Training zu erstem Eindruck und Etikette kostet, bekommt von uns selten eine einzelne Zahl, ohne vorher nachzufragen. Der Grund ist unspektakulär: Der Aufwand hängt davon ab, was Sie üben möchten und in welchem Rahmen. Ein Vorstellungsgespräch in zwei Wochen verlangt etwas anderes als der Wunsch, im Berufsalltag dauerhaft ruhiger zu begrüßen und Gespräche zu eröffnen.
Auf der Preisseite finden Sie die Angebote mit ihren Beträgen. Dieser Beitrag erklärt, was hinter diesen Beträgen steht, damit Sie die Zahlen einordnen können. Ich unterrichte dieses Modul selbst und kenne deshalb die Stellen, an denen Zeit anfällt, die man von außen leicht übersieht.
Preise für Weiterbildung wirken oft willkürlich, weil nur das Ergebnis sichtbar ist und nicht die Vorbereitung. Hier lege ich offen, woraus sich der Preis zusammensetzt.
Die vier Größen, die den Preis bestimmen
Erstens die Gruppengröße. Begrüßung und Gesprächseinstieg lassen sich nur üben, wenn jede Person oft genug an der Reihe ist. In kleinen Gruppen bleibt für jeden mehr Übungszeit, dafür verteilen sich die Fixkosten auf weniger Köpfe. Zweitens die Dauer: Mehr Sitzungen bedeuten mehr Gelegenheiten, Neues auszuprobieren und im Alltag zu erproben.
Drittens der Anteil an persönlichem Feedback. Eine Rückmeldung, die auf Ihre Haltung beim Händedruck, Ihren ersten Satz und Ihren Blickkontakt eingeht, kostet Aufmerksamkeit und Zeit der Dozentin oder des Dozenten. Viertens die Vorbereitung: Szenen aus dem Berufsalltag, etwa Empfang, Kennenlernen oder Smalltalk vor einem Termin, werden passend zu Ihrem Umfeld zusammengestellt.
Alle vier Größen wirken zusammen. Wer nur eine davon verändert, verschiebt den Preis weniger, als man erwartet.
- Gruppengröße und Übungszeit pro Person
- Anzahl und Länge der Live-Sitzungen
- Umfang des persönlichen Feedbacks
- Vorbereitung passender Alltagsszenen
Was in der Praxis Zeit kostet
Etikette klingt nach Wissen, ist aber vor allem Handwerk. Man kann Regeln zur Begrüßung in zehn Minuten erklären, doch bis sie sich natürlich anfühlen, braucht es Wiederholung. Deshalb besteht der größte Teil einer Sitzung aus kurzen Rollenspielen: Jemand betritt den Raum, stellt sich vor, wird vorgestellt, eröffnet ein Gespräch. Danach sprechen wir darüber, was gewirkt hat.
Jede dieser Szenen erfordert Beobachtung. Ich achte auf Distanz, Tonfall, Reihenfolge und darauf, ob die Person sich dabei wohlfühlt. Eine Regel, die verkrampft angewendet wird, hilft nicht. Gerade diese feine Anpassung ist der Teil, der sich nicht standardisieren lässt und deshalb im Preis enthalten ist.
Wer das einmal erlebt hat, versteht, warum ein Videovortrag zum selben Thema deutlich weniger bewirkt: Er vermittelt Wissen, aber keine Rückmeldung auf das eigene Verhalten.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Fragen Sie bei jedem Anbieter nach der Zahl der Teilnehmenden, nach der Übungszeit pro Person und danach, wer das Feedback gibt. Ein günstiger Preis ist dann stimmig, wenn die Gruppe größer ist oder weniger Einzelrückmeldung enthalten ist. Das ist kein Mangel, sondern eine andere Gewichtung. Problematisch wird es erst, wenn der Umfang unklar bleibt.
Achten Sie außerdem darauf, ob das Angebot realistische Ergebnisse beschreibt. Etikette und Gesprächseinstieg werden sicherer, wenn man übt, aber niemand kann Ihnen einen bestimmten Ausgang eines Gesprächs oder Bewerbungsverfahrens zusichern. Seriöse Beschreibungen sagen, was geübt wird, nicht, was garantiert herauskommt.
Und prüfen Sie, wie Bestellung und Zahlung geregelt sind. Bei uns läuft es über eine Anfrage, eine schriftliche Bestätigung und eine Rechnung zur Überweisung.
- Teilnehmerzahl und Übungszeit nachfragen
- Klären, wer das Feedback gibt
- Auf Versprechen zu Ergebnissen achten
- Ablauf von Bestellung und Zahlung prüfen
Was Sie selbst beitragen können
Ein Teil des Aufwands liegt bei Ihnen, und er kostet kein Geld. Wenn Sie vor der ersten Sitzung drei Situationen aufschreiben, in denen Sie sich beim Begrüßen oder Ankommen unsicher fühlten, können wir von Anfang an genau dort ansetzen. Das spart Übungszeit, die sonst für das Finden des Themas draufgeht.
Hilfreich ist auch, die Übungen zwischen den Sitzungen im Alltag auszuprobieren: den ersten Satz bewusst formulieren, beim Händedruck Blickkontakt halten, einen Gesprächseinstieg im Kollegenkreis testen. Wer das tut, bringt Beobachtungen mit, auf die wir aufbauen können.
So wird aus derselben Zahl an Sitzungen spürbar mehr Nutzen. Der Preis bleibt gleich, der Ertrag hängt davon ab, wie aktiv Sie die Zeit nutzen.
Wann sich der Aufwand lohnt und wann nicht
Der Kurs lohnt sich, wenn Sie in Ihrem Beruf regelmäßig neue Menschen treffen, Gespräche eröffnen oder sich vorstellen müssen und dabei merken, dass Sie es ruhiger und klarer tun möchten. Er lohnt sich auch vor einem konkreten Anlass wie einem Gespräch oder einer Veranstaltung, sofern genug Zeit zum Üben bleibt.
Weniger sinnvoll ist er, wenn Sie nur eine einzelne Auskunft suchen, etwa welche Anrede in einem bestimmten Fall passt. Dafür genügt oft ein kurzes Nachlesen. Ich rate dann ehrlich davon ab, mehr auszugeben, als die Frage verlangt.
Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Wir schildern Ihnen, welches Angebot zu Ihrer Lage passt und was es voraussichtlich umfasst.
Der Preis für Training zu erstem Eindruck und Etikette setzt sich aus Gruppengröße, Dauer, Feedbackanteil und Vorbereitung zusammen. Wer diese vier Größen kennt, kann Angebote vergleichen und entscheiden, was zu den eigenen Zielen passt. Die konkreten Beträge finden Sie auf der Preisseite, und bei offenen Fragen beantworten wir Ihre Anfrage gern persönlich und ohne Verpflichtung.
Markus Eichholz
Dozent für Auftreten und EtiketteBegleitet seit vielen Jahren Fach- und Führungskräfte bei Vorstellungsgesprächen und Präsentationen.